InfoReisebericht, 26.01.2016

Ein Rückrundenauftakt in Mönchengladbach

Borussia-Park in MönchengladbachRückrundenauftakt der Saison 2015/16 und damit der 18. Spieltag mit der Partie VfL Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund. Als der Vorverkauf in Dortmund begann, war mir sofort klar, dass ich bei dem Spiel dabei sein wollte. Zweiter gegen Vierter, ein traditionelles Bundesligaspiel mit zwei Mannschaften, die in der Hinrunde einen feinen Ball gespielt hatten.

Leider spielt Gladbach nicht mehr im altehrwürdigen Bökelbergstadion, sondern mittlerweile auch schon seit mehr als 10 Jahren im Borussia-Park am Nordpark.

Da ich eh nichts trinken wollte und sich alle Anreisemöglichkeiten in den letzten Jahren als eher schlecht erwiesen hatten, entschloss ich mich dazu, mit dem Auto zu fahren. Schnell fanden sich auch noch vier weitere Oktoberisten, die mit wollten. Alles in allem und anders als erwartet, klappte die Anreise auch ziemlich gut: Man merkte schon, dass dort einiges optimiert worden war.

Nach der Ankunft ging es erst einmal in Richtung Gästeblock, wobei beim Gang ums halbe Stadion dann erstaunlicherweise wenig aggressive Stimmung auszumachen war. Zumindest nicht so wie ich es von früher her kannte. Irgendwie war wohl jeder froh, dass die Winterpause endlich zu Ende war.

Gute Stimmung mit Anlaufschwierigkeiten

Am Gästebusparkplatz, der bei Stadien im Nichts ja schon traditionell als Treffpunkt dient, sagte ich noch kurz ein paar bekannten Gesichtern „Hallo“ und dann ging es für mich recht früh in den Block. Meine Mitfahrer blieben unterdessen lieber noch auf das ein oder andere Bier draußen.

Die Eingangskontrollen waren gut, schnell und, was mich dann immer freut, der Ordner war auch noch freundlich. Fix noch ein Altbier  –  Ich stehe ja total auf regionale Spezialitäten und trinke zum Beispiel in Mainz auch gerne mal ne Weinschorle. Löblich sei hier erwähnt, dass man in Gladbach noch mit Bargeld bezahlen kann.

Blick aus dem GästeblockNun aber ab in den schon gut gefüllten Stehplatzgästeblock. Aus jahrelanger Erfahrung wusste ich, dass ganz oben immer noch genug frei ist. Man muss sich halt nur erst einmal durch den Eingangsbereich quetschen. Da oben hat man auch den Vorteil dass die Schwenkfahnen der Ultras nicht die Sicht aufs Spielfeld nehmen.

Dank guter Interneterbindung noch kurz die Mannschaftsaufstellungen gecheckt und dann war auch schon Anpfiff. Meine Mitfahrer hatte ich zwar nicht mehr getroffen, aber so war ich wenigstens vom Spiel nicht so abgelenkt. Wer jetzt etwas zum Spielgeschehen wissen möchte, möge bitte beim Kicker nachlesen. Nur soviel, es hielt im großen und ganzen das, was ich mir vorher davon versprochen hatte.

Die Stimmung war auf beiden Seiten anfangs allerdings so als wäre man gedanklich doch noch in der Winterpause. Nach dem 0:2 war im Gästeblock dann natürlich gut was los und mit dem 1:2 Anschlusstreffer wurde es auch insgesamt das, was man von so einer Partie erwarten konnte.

Schön fand ich, dass beim Tor vom BVB auch bei uns die Torhymne der Gladbacher „gesungen“ wurde, was dem Duell die nötige Würze verpasste, die es so bei vielen Bundesligaspielen ja leider nicht mehr gibt.

Nach dem Spiel sammelte ich noch meine Autobesatzung ein und es ging wieder zurück nach Unna. Wobei auch die Abreise ganz gut klappte. In Unna noch eben drei Mitfahrer in der Innenstadt raus gelassen, da diese noch die heimische Kneipenszene unsicher machen wollten. Für mich und Richie, der noch in sein Auto umstieg, ging es zu mir und ich landete pünktlich zum Sportstudio auf dem Sofa.

Alles in allem ne kleine, feine Tour, bei der einfach alles passte. Döp, Döp, Döp!

Geschrieben von Jockel